Den Weg zum Geiste hat das Geröll des Denkens so vielfach verschüttet,
dass er oft den ehrlichsten und mutigsten Suchern nicht mehr auffindbar  erscheint.
- Ja es sind nicht wenige heute der Meinung, alles, was jemals in der
Menschheitsgeschichte davon verlautete, sei nur bedauernswerter Wahn.  -
Wie am Fusse hoher Berge der Alpenwelt den fremden Wanderer eine Schar von
Führern umringt, die alle ihn zum Gipfel zu bringen versprechen, so wird in unserer Zeit
der Suchende, der den Weg zum Geiste beschreiten will, von allen Seiten angerufen,
und jeder der Rufer verspricht ihm hoch und heilig, ihn ans Ziel zu bringen.

All zu viele vertrauen sich einer Führung an, die selbst des Weges nicht kundig ist,
aber noch keinen fand ich, der so das Ziel erreichte.

Kein Wunder, wenn dann der Weg zum Geiste als unauffindbar gilt,
ja, wenn die wenigen, die ihn unter sicherer Leitung fanden, gar oft belächelt werden,
als seien sie einem frommen Trug erlegen.


                                                                                                                                                                                                                  BYR: aus dem Buch "Welten"




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